Der Kontext

Die Lebensqualität und Unabhängigkeit von älteren Herzpatienten zu verbessern, gehört zu den größten Herausforderungen in Europa. Kardiovaskuläre Erkrankungen führen jährlich zu mehr als vier Millionen Sterbefällen in Europa. Bedingt durch die alternde Gesellschaft wird sich diese Lage in den kommenden Jahrzehnten weiter verschärfen und zusätzlichen Druck auf das Gesundheitssystem ausüben.

Heutzutage ist kardiologische Rehabilitation etablierter Bestandteil der Versorgung von Herzkreislaufpatienten. Die Forschung zeigt, dass sich kardiologische Rehabilitation positiv auf die körperliche Verfassung und die Lebensqualität von Herzpatienten auswirkt. Dadurch werden wiederum die Gesundheitsausgaben gesenkt. Dennoch ist das Wissen über die Effektivität der einzelnen Behandlungskomponenten und ihre Eignung für bestimmte Patientengruppen begrenzt. Hinzu kommt, dass europaweit verschiedene Rehakonzepte existieren, denen der gemeinsame Konsens fehlt.

EU-CaRE in Zahlen

7 countries DE

Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweiz, Spanien

8 centers DE

Isala (Zwolle, Niederlande), Region Hovedstaden (Copenhagen, Dänemark), Assistance Publique – Hôpitaux de Paris (Paris, Frankreich), Universität Bern (Bern, Schweiz), Stiftung Institut für Herzinfarktforschung (Ludwigshafen am Rhein, Deutschland), Servizo Galego de Saúde (Santiago de Compostella, Spanien), Azienda Ospedaliero-Universitaria di Parma (Parma, Italien), Diagram B.V. (Zwolle, Niederlande), Università degli Studi di Roma ‘la Sapienza’ (Rome, Italien) and MobiHealth B.V. (Enschede, Niederlande).

1760 patients DE

1760 Patienten, der Einschlusszeitraum beträgt zwei Jahre. Pro Zentrum werden 220 Patienten in die Studie aufgenommen.

Unsere Mission

Ein Netzwerk von führenden Herzzentren und Forschungsinstituten aus sieben europäischen Ländern startete am 1.Mai 2015 mit dem Vergleich und der Optimierung von kardiologischen Rehabilitationsprogrammen für Ältere. Neben der medizinischen Wirksamkeit wird auch der Einfluss von kardiologischer Rehabilitation auf die Lebensqualität der Patienten gemessen. Zusätzlich soll eine gesundheitsökonomische Auswertung helfen, dem hohen Kostendruck entgegenzuwirken, dem das Gesundheitswesen schon heute unterliegt.

Eine Neuheit, die EU-CaRE außerdem mit sich bringt, ist der Einsatz von Telemedizin zur kardiologischen Rehabilitation von Älteren. Im Zuge einer randomisierten kontrollierten Studie wird geprüft, ob sich Telemedizin als Alternative zur klassischen Rehabilitation für die untersuchte Zielgruppe eignet.

Unser Ziel

Führende kardiologische Forschungsinstitute aus ganz Europa werden durch EU-CaRE vernetzt und verfolgen das Ziel, die effektivsten Methoden zur kardiologischen Rehabilitation zu identifizieren. Sie erarbeiten neue maßgeschneiderte Behandlungsleitlinien speziell für ältere Herzpatienten, um ihre Lebensqualität und Unabhängigkeit nachhaltig zu verbessern.